AUSSTELLUNGSBETEILIGUNG:
1956 ▶ Triennale Mailand · Mailand
1957 ▶ Ausstellung des Instituts für neue technische Form · Darmstadt
Ausstellung der „EWO“ Internationale Schau für Ernährung und Wohnkultur · München
1958 ▶ Formschöne Industriewaren · Berlin
IV. Deutsche Kunstausstellung · Dresden
1959 ▶ Festausstellung zum 10. Jahrestag der Gründung der DDR · Berlin
1960 ▶ Ausstellung des Instituts für Angewandte Kunst Berlin · Leipzig
1962 ▶ V. Deutsche Kunstausstellung · Dresden
„Fennpfuhl“ Musterwohnungen · Berlin
Industrielle Formgestaltung · Hoyerswerda, Erfurt, Neubrandenburg, Budapest, Warschau, Bratislava, Prag, Brno, Moskau, Peking
1963 ▶ Ausstellung zum VI. Parteitag · Berlin
1964 ▶ Sonderschau Formgestaltung-Qualität · Leipzig
1966 ▶ 2. Biennale industrieller Formgebung · Ljubljana
1967 ▶ Ausstellung der Hochschule für bildende und angewandte Kunst · Berlin
VI. Deutsche Kunstausstellung · Dresden
1968 ▶ 3. Biennale industrieller Formgebung · Ljubljana
Funktion-Form-Qualität · Sofia
DDR-Form · Weimar
1969 ▶ DDR-Form · Leipzig
4. Ausstellung des Deutschen Kunsthandwerkes · Erfurt
Funktion-Form-Qualität · Moskau
1970 ▶ DDR – Design 70 · London
▶ Funktion-Form-Qualität · Bukarest
1971 ▶ Funktion-Form-Qualität · Prag, Bratislava
1976 ▶ Funktion-Form-Gebrauch · Berlin, Rostock
1977 ▶ VIII. Kunstausstellung der DDR · Dresden
1979 ▶ Bezirksausstellung · Karl-Marx-Stadt
Funktion-Form-Qualität · Bauhaus Dessau
1980 ▶ Textil ’80, Grassimuseum · Leipzig
1982 ▶ IX. Kunstausstellung der DDR · Dresden
1985 ▶ Textil ’85, Kunsthalle · Weimar
1987 ▶ X. Kunstausstellung der DDR · Dresden
1988 ▶ X. Kunstausstellung der DDR · Dresden
BIEDERMEIER-DESSIN
In der Weberei Tannenhauer wurden bereits in den 1930er Jahren einige Stoffe mit Biedermeier-Mustern gewebt. Es gibt Vorlagen, nach denen Eva Humburg ab den 1950er Jahren die berühmten Muster weiterentwickelt und neue dazu entworfen hat. Die Fortführung und hohe Qualität der Stilstoff-Produktion sowie ihr weltweites Ansehen war insbesondere Eva Humburgs Verdienst.
Sie beschäftigte sich intensiv mit der Gestaltung der
feinfädigen Muster. Bei der Restaurierung von historischen
Bauten, wie den Schlössern Sanssouci und Pillnitz, war sie es, die nach den dortigen Vorlagen wieder webfähige Stoffe für die Bepolsterung der historischen Möbel entwickelte.“ (Quelle: Im Garten der Fäden – Lokaltextil UG)
„Die Designerin des Hauses, Eva Humburg, war begnadete Gärnterin und ließ sich zu ihren Entwürfen von der Schlichtheit und Anmut heimischer Blumen und Pflanzen inspirieren.
Bevor ein Muster gewebt wird, muss es gezeichnet werden. Die Musterzeichnungen aus Braunsdorf verfügen teilweise über ein sehr hohes künstlerisches Niveau. ……………..Die Dessins der Stoffe wurden über die Jahre des
Bestehens der Weberei von verschiedenen kreativen Köpfen geschaffen. Mitte der 1950er Jahre übernahm Eva Humburg die Gestaltung einer Vielzahl an Neuentwicklungen im elterlichen Betrieb. Ab den 1960er Jahren begann die enge Kooperation mit Sigrid Kölbel, einer der berühmtesten Textilgestalterinnen der DDR, vom Institut für Innenraumgestaltung der Universität Weimar. Der Erfolg der in Braunsdorf gewebten, weltweit bekannten Muster ist das Resultat dieser fruchtbaren Zusammenarbeit.“ (Quelle: https://padlet.com/Lena_Seik/im-garten-der-f-den-2ecokkb3w6a8sw5g)
Sie war Sammlerin von Webmustern und legte eine Stoffprobensammlung von ca. 1100 Designs an, die sich jetzt im Museum befindet.
„Im Archiv sind die umfangreichen Unterlagen Eva Homburgs, ehemalige Atelierleiterin, eingelagert. Während der DDR-Zeit hat sie die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen in Weimar, Berlin und Halle gefördert. Zudem fertigten die Studierenden damals ihre Entwürfe und Patronen für ihre Abschlussarbeiten in der Weberei. Die Zeit der DDR war geprägt von geometrischen Mustern auf synthetischen Stoffen wie Viskose. In dieser Zeit war die Weberei in ihren Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt. Hochwertige Materialien waren nur schwer oder teilweise gar nicht zu bekommen, nichtsdestotrotz haben die Weber und Weberinnen es geschafft Kopien von bestimmten Stilen herzustellen.“ Christina Falkenstein / Zitat aus Uni Osnabrück Exkursionen